Appell an die Volksvertreter

Sagt den Menschen endlich was Sache ist!

Fordert den Bürger - er hat das Potential zum Paradigmenwechsel


Der Appell richtet sich (nicht nur) an die in den Wahlkreisen Seevetal (Landtag) und Harburg (Bundestag) gewählten Volksvertreter.

Der besorgniserregende Zustand der Erde ist hinlänglich beschrieben (vgl.Globale Risiken). Es mangelt nicht an Vorgaben für Indikatoren, deren Sachverhalte sich zukünftig ändern müssen. Trotz diverser technologischer Effizienzsteigerungen und teilweise verändertem Konsumverhalten ist eine Trendwende des Raubbaus an unseren Lebensgrundlagen nicht in Sicht. Das geht aus einer Fülle von Publikationen unterschiedlichster Interessenvertreter hervor. Das tatsachliche Erleben der Bundesbürger weicht davon (noch) ab. Es geht uns im Gegensatz zu vielen Menschen in anderen Regionen des Erdball durchweg gut - siehe die jüngste Wirtschaftsentwicklung. Das führt, neben den auf 2050 datierten Langzeit-Anpassungsszenarien, zu einer verzerrten Wahrnehmung der Wirklichkeit und vernebelt den tatsächlich gegebenen Handlungsdruck. - Wenn wir es nicht nur beim Plakatieren von: "Es muss sich was verändern" belassen wollen, muss gehandelt werden - und zwar kurzfristig!
Wird die Politik der ihr vom Wähler übertragenen Verantwortung vor diesem Hintergrund gerecht?
Dem Blick in die Wahlprogramme der Koalitionspartner fällt die zahlreiche Verwendung der Begriffe Freiheit und Verantwortung auf. Dabei wird dem Leser das Recht auf Freiheit sowie die Verantwortung der Politik für das Wohlergehen des Einzelnen vermittelt. - Ist das verantwortungskonform? Eher nicht! Es verführt den Bürger allzu leicht, in eine Nehmerrolle bzw. in eine Passivrolle zu verfallen. Das Gleichgewicht zwischen Fördern und Fordern ist gestört.

Wer anderes als das Millionenheer von Bürgern, dessen Individuen sich zweckorientiert als Verbraucher bezeichnen lassen, verursacht letztlich den Verschleiß der Erde. Der Bürger muss deshalb über seine Verantwortung deutlicher aufgeklärt werden. d.h. die Begriffe "Freiheit" und "Verantwortung" müssen in Nähe des Begriffes "Verpflichtung" gerückt werden.

Die Veränderungspotentiale für den vielzitierten Paradigmenwechsel, das zeigen die Jahre nach der Bekanntmachung der Agende 21, liegen nur begrenzt im technologischen Fortschritt und noch weniger im ernsthaften Willen der gegenwärtigen politisch-wirtschaftlichen Machtvertreter. Die Veränderungspotentiale liegen hauptsächlich in "den Köpfen der Verbraucher". Aufklärung, Vorbilder der "öffentlichen Personen" und Forderungen (politische Rahmenbedingungen) gehören zu den Voraussetzungen einer Realisierung dieser Potentiale.

Um den Zielen gerecht zu werden, sollte die Kommunikation zwischen Wähler und Volksvertreter verbindlicher gestaltet werden. Auf gezielte Fragen nach persönlicher Einschätzung eines Sachverhaltes sollte möglichst nicht mit allgemeinen Hinweisen geantwortet werden  (vgl. Antwort Herr Grosse-Bröhmer zu einem Offenen Brief).  Im "normalen" Berufsleben führt diese Vorgehensweise in der Regel nicht zu einem Vertrauensverhältnis als Voraussetzung für Erfolg.  Hier wird von den Volksvertretern eine Qualitätssteigerung erwarten.