Ökolandbau bei konventionellen Landwirten nicht akzeptiert

Die nationaleNachhaltigkeitsstartegie NNS (s. unter Label "Strategien" in diesem Blog) ist der Wegweiser der Bundesregierung für politisches und gesellschaftliches Handeln. Ökolandbau ist ein sogenanner Indikator dieser Strategie, mit dem Ziel, das 20% der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland unter bestimmten den Bedingungen bewirtschaftet werden. Von der konventionell (intensiv) praktizierenden Landwirten wird der Indikator nicht unbedingt akzeptiert. Diesen Eindruck gewinnt man durch das Lesen entsprechender Beiträge in Foren. Die Gründe der Ablehnung von Ökolandbau sind vielschichtig. Auffällig äußert sich Antipathie gegen alles "Grüne" und Nachhaltige im Sinne der NNS. Befürworter des Ökolandbaus bezeichnet man dort schon mal als Ökofaschisten. Die konventionelle Landwirtschaft wird per se als nachhaltig definiert. Kritischem Hinterfragen ökologischer Auswirkungen einer intensiven Landnutzung wird schnell mit Verweisen auf nicht nachhaltiges Handeln in anderen Wirtschaftsbereichen begegnet.

Die Notwendigkeit und damit verbundene Chancen der NNS werden dabei übersehen. Und dies owohl der deutsche Bauernverband (DBV) im Nachhaltigkeitsrat vertreten ist, deren Mitglieder von der Bundesregierung berufen werden.
Das von der Bundesregierung initierte Projekt nationalen Nachhaltigkeitsstrategie  wird begleitet durch weitere ressort- und regionalbezogene Strategien, die sich u.a. mit den Verhältnissen im Bereich der Landwirtschaft befassen. Politiker, Organisationen und Befürworter dieser Strategien werden als komplottartige Interessengemeinschaft gegen die konventionelle Landwirtschaft gesehen.
Was soll der Verbraucher davon halten? Woran soll er sich orientieren?