Gentechnische Veränderungen - Pro und Kontra

Gentechnische Veränderungen an Menschen, Tieren und Pflanzen werden kontrovers diskutiert. Wissenschaftlich eindeutigen Argumente gibt es nicht. Ich entscheide mich aufgrund der aktuellen Informationlage gegen gentechnische Veränderungen.
Begründung: Die Schwächen der Risikobewertung überwiegen die möglichen Vorteile einer gentechnischen Anwendung.
Die Bundesregierung überlässt die Entscheidung dem Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Letztere hat in den NGO,s eine  Lobby, die ich als Gegenpol zur Wirtschaft für unverzichtbar halte.
Die folgenden Links vermitteln einen Eindruck über das Pro und Kontra der Diskussion. Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden.

Umweltinstitut
Tagesspiegel
Enquetekommission
ScienceBlog
BUND
ZDF
Genzukunft
Bioökonomie
Verbraucherzentrale
Schekker/Bundesregierung
Pädagogik
Verbraucher Hessen
Bundesregierung

BASF-Verdummung von Landwirten und Konsumenten

Offener Brief

Sehr geehrte Damen und Herren der Geschäftsführung,
auf Ihrer Homepage weisen sie darauf hin, das Sie Ihr Handeln an Nachhaltigkeit ausrichten. Ihr auf Youtube veröffentlichter Film löst Fragen nach Ihrem Verständnis von Nachhaltigkeit aus. Er grenzt an Verdummung der Adressaten. Allein der Erzählstil erinnert an den eines Märchenerzählers.
Fachlich verzichtet der Film darauf, neben den Erfolgen auch die negativen Begleiterscheinungen moderner Landwirtschaft zu nennen. Könnten Sie diesbezüglich nacharbeiten? Dies würde die Glaubhaftigkeit Ihres Leitbildhinweises unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Vollmer
27.03.2014
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Work in Progress - Kongress zur Zukunft der Arbeit



Eindrücke eines Teilnehmers

Am 14.03.2014 veranstalteten die Hamburg Kreativgesellschaft und Kampnagel einen Hamburger Kongress zur Zukunft der Arbeit. Ich habe verschiedene Veranstaltungen des Gesamtprogramms besucht. Dabei interessierte mich vor allen Dingen das Verhältnis der zukünftigen Entwicklung der Arbeit zu meinem Schwerpunktthema „nationale Nachhaltigkeitsstrategie“. Der Beitrag „Die verpasste Great Transition? – Wege zur nachhaltigen Transformation unserer Wirtschaft – ein Realitätscheck“ war der wichtigste Beitrag, der diesem Thema eine besondere Bedeutung beimaß. Die Podiumsdiskutanten

Transatlantisches Handelsabkommen - MdB Grosse-Brömer

 Die folgenden Fragen wurden über Abgeordnetenwatch gestellt:

Sehr geehrter Herr Grosse-Brömer,

wie stehen Sie zum Transatlantischen Handelsabkommen. Sind Sie der Ansicht, dass die Bevölkerung vor Aufnahme der Verhandlungen ausreichend!!!! über Sinn, Notwendigkeit sowie die Auswirkungen des Abkommens auf Bürger und Wirtschaft informiert wurde? Sind Sie weiter der Ansicht, dass ein entsprechendes Meinungsbild der Bevölkerung in die Entscheidung zur Verhandlungsaufnahme berücksichtigt wurde? Warum werden die Verhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt?

Mit freundlichen Grüßen
Peter Vollmer
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Antwort Herr Grosse-Brömer 21.03.2014

Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Schreiben zum geplanten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika.

Hohe Transparenz des Verhandlungsprozesses ist der Bundesregierung ein wichtiges Anliegen. Damit die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, bedarf es jedoch einer gewissen Vertraulichkeit - so wie allgemein bei Vertragsverhandlungen dem Verhandlungsgegenüber nicht von vorneherein alle Positionen preisgegeben werden. Die Europäische Kommission informiert die Mitgliedstaaten der EU regelmäßig über den Verlauf der Verhandlungen und pflegt seit Verhandlungsbeginn einen breit angelegten Dialog mit der Wirtschaft, den Parlamenten, Gewerkschaften, Forschungseinrichtungen und Nicht-Regierungsorganisationen aus Umwelt- und Verbraucherschutz.
Auch das Bundeswirtschaftsministerium führt regelmäßig Veranstaltungen für Verbände und Nicht-Regierungsorganisationen durch, um sie über den Fortgang der Verhandlungen zu informieren und ihre Standpunkte in die Verhandlungen der EU-Kommission mit den USA mit einfließen zu lassen.
Weitergehende Informationen erhalten sie auf der Internetseite der Generaldirektion Handel der EU-Kommission. Dort sind Positionspapiere zu Verhandlungsthemen und Fragen und Antworten zur TTIP (in allen EU-Amtssprachen) veröffentlicht. Ebenfalls sind dort die Abschlusspressekonferenzen jeder Verhandlungsrunde abrufbar.

Hier die entsprechenden Links:
ec.europa.eu
ec.europa.eu
trade.ec.europa.eu
ec.europa.eu

Aufgrund der zahlreichen Informationsmöglichkeiten zum TTIP vertrete ich die Auffassung, dass es allen Interessierten möglich ist, sich umfassend über das geplante TTIP zu informieren.
Durch die Dialoge mit Verbraucher- und Wirtschaftsverbänden wird bei der Verhandlung und der Entscheidungsfindung auch das aktuelle Meinungsbild zum TTIP berücksichtigt.

Mit freundlichem Gruß
M. Grosse-Brömer
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Antwort Vollmer 22.03.2014

Sehr geehrter Herr Grosse-Brömer,
vielen Dank für die Beantwortung meiner Anfrage auf Abgeordnetenwatch (offener Brief). Verfolgt man die aktuelle Presseberichterstattung, u.a. den entsprechenden Themenblock vom 20.03.2014 auf 3SAT, so bekommt man im Gegensatz zu Ihrer Darstellung ein sehr ungutes Gefühl über den Ablaufprozess zum TTIP. Der Wohlstand-Bedarf des Bürgers als Anlass des TTIP ist nicht erkennbar. Es kommen Zweifel auf, ob TTIP dem Sinn der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie und den Ergebnissen der Enquetekomission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" entsprechen. Beide sollen lt. Koalitionsvertrag in Ihrer Politikgestaltung berücksichtigt werden. Vor dem Hintergrund der Presseberichte gewinnt man den Eindruck, dass Wirtschaftsverbände den Bürgern ihre vorabgestimmten Interessen  "verkaufen" wollen. Ohne auf Einzelheiten der Erklärungen Ihrer "Quellenangaben" hier einzugehen, vermitteln diese Formulierungen in der Summe nicht den Eindruck von Glaubwürdigkeit. Ihr Hinweis auf die Quellen, als ausreichende Informationsmethode für ein derart relevantes Vorhaben wie dass des TTIP, genügt m.E. nicht dem Anspruch eines zeitgemäßen Bürger-Politiker-Dialogs.
Sehr geehrter Herr Grosse Brömer, ich erwarte von meinem Abgeordneten im Bundestag den Einsatz für eine ergebnisoffene öffentliche Diskussion. Von besonderem Interesse wäre Ihre Einschätzung (als Jurist) der Vor- und Nachteile von Investitionsschutzverträgen, als Bestandteil von TTIP.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Vollmer

Transatlantisches Handelsabkommen - MdB Stadler



 Die folgenden Fragen wurden über Abgeordnetenwatch gestellt:

Sehr geehrte Frau Stadler,

wie stehen Sie zum Transatlantischen Handelsabkommen. Sind Sie der Ansicht, dass die Bevölkerung vor Aufnahme der Verhandlungen ausreichend!!!! über Sinn, Notwendigkeit sowie die Auswirkungen des Abkommens auf Bürger und Wirtschaft informiert wurde? Sind Sie weiter der Ansicht, dass ein entsprechendes Meinungsbild der Bevölkerung in die Entscheidung zur Verhandlungsaufnahme berücksichtigt wurde? Warum werden die Verhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Vollmer
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Anwort MdB Frau Svenja Stadler 27.03.2014

Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage und Ihr Interesse an der Einbindung der Zivilgesellschaft in die Ausgestaltung des Transatlantischen Handelsabkommens.

Ein Abbau verzichtbarer Handelshemmnisse zwischen den USA und Europa wird von uns Sozialdemokraten grundsätzlich begrüßt. Mit dem Transatlantischen Handelsabkommen verbinden wir die Hoffnung, eine stärkere Öffnung der Märkte - gerade auch für kleine Akteure aus dem Mittelstand - auf beiden Seiten des Atlantiks zu erreichen. Einschränkungen für kommerzielle Dienstleistungen sollen verringert, Investitionssicherheit und Wettbewerbsgleichheit verbessert und der Zugang zu öffentlichen Aufträgen auf allen staatlichen Ebenen vereinfacht werden.

Ich sehe aber durchaus die Gefahr, dass einzelne mächtige Wirtschaftsakteure mit dem Abkommen versuchen, neoliberale Ambitionen durchzusetzen. Hier gilt es, ungeheuer wachsam zu sein. Vereinbarungen, die die Errungenschaften in der Europäischen Union im Bereich der Sozial-, Umwelt-, oder Gesundheitsstandards unterwandern, wird es mit uns nicht geben. Wir streben an, dass sich das Handelsabkommen in den Bereichen Produktsicherheit und Arbeitsschutz an den höchsten bestehenden Standards orientiert, um eine Angleichung der Standards nach unten auszuschließen.

Folgende Links dokumentieren die Position der SPD:

www.spdfraktion.de < www.spdfraktion.de >
www.spdfraktion.de < www.spdfraktion.de >
dip21.bundestag.de < dip21.bundestag.de >

Ob die Bevölkerung vor Aufnahme der Verhandlungen ausreichend informiert war, halte ich derzeit nicht für die wichtigste Frage. Laut Ablaufplan des Verhandlungsprozesses, sind die Verhandlungsparteien derzeit etwa gerade aus der Anfangsphase heraus. Es wurde noch nichts Wesentliches entschieden.
Ich begrüße es sehr, dass engagierte Akteure der Zivilgesellschaft, das Thema aufgegriffen haben und kritisch in der Öffentlichkeit begleiten. Auch von uns Parlamentarier*innen wird die Transparenz im weiteren Verfahren mit Vehemenz eingefordert. Ich bin daher zuversichtlich, dass es gelingen kann, Bestrebungen, hohe europäische Standards auszuhebeln, abzuwenden.

Über die Informationsseite des BMWE können Sie sich auf dem Laufenden halten:
www.bmwi.de< www.bmwi.de >

Mit freundlichem Gruß
Svenja Stadler

Petition - Transatlantisches Freihandelsabkommen

Plötzlich war sie da, die Verhandlung über das Transatlantische Freihandelsabkommen (engl. Transatlantic Trade and Investment Partnership TTIP). Eine vorausgehende Phase der politischen Diskussion aus der die Notwendigkeit des Abkommens abgeleitet wurde, habe ich als sogen. Normalbürger nicht wahrgenommen. Selber erkenne ich keinen diesbezüglichen Bedarf. Die Verhandlungen werden seit 2013 unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt. Das Abkommen soll angeblich zu mehr Wohlstand führen, Arbeitskräfte schaffen.....Unter dem folgenden Link Meinungsbild zum Freihandelsabkommen  findet man eine Auswahl kritischer Betrachtungen zu dem angestrebten Abkommen. Vor dessen Hintergrund lehne ich gegenwärtig das Handelsabkommen ab, und habe die folgende Petition des Bundestages unterzeichnet. Die Petitionsfrist lief am 14.03. aus.

 Vo/04.04.2014

Kerstin Bund - Die ZEIT

Offener Brief
Sehr geehrte Frau Bund,
ich habe Ihren Artikel "Wir sind jung...." in der Zeit Nr.10 (27.02.2014) gelesen. Irgendetwas störte mich an dem Bild, dass der Artikel in mir erzeugte. Ich habe ihn mehrfach gelesen. Am Ende gewinne ich mehr und mehr den Eindruck, dass Ihre Ausführungen, die mit dem Hinweis im letzten Absatz: "....meine Generation zieht nicht fahnenschwenkend durch die Straßen oder rüttelt an Konzerntoren. Wir verändern Wirtschaft und Gesellschaft lautlos und schleichend, aber danach wird die Berufswelt eine andere sein" einer Bestätigung Ihrer Hinweise im ersten Absatz nahe kommen:"....wir seien ....groß darin, uns selbst zu überschätzen. Der Kern Ihrer Fehleinschätzung liegt m.E. in der Unterschätzung von Leistungen, die Generationen vor Ihnen erbracht haben. Um nur ein Beispiel zu nennen: Bereits Ende der 1970er Jahre gab es die ersten Väter, die sich Teilzeitverträge "erkämpften" um mehr Zeit für ihre Familien zu haben oder Eltern pflegen zu können. Sie verzichteten nicht nur auf Einkommen (materiellen Wohlstand) sondern mussten zusätzlich in ihren Betrieben die Leiden des Exoten-Daseins ertragen. Heute stehen wir an einem Punkt, an dem diese Lebensphilosophie ihr Exoten-Image überwunden hat. Nicht zuletzt deshalb, weil mittlerweile auch Pioniere dieser Philosophie Führungspositionen einnehmen. Den vorläufigen Gipfel dieser Entwicklung, als Leistung einer Generation Y zu kennzeichnen, verkennt den Prozesscharakter gesellschaftlicher Entwicklungen.
Viele der von Ihnen angesprochenen Fakten (oder teilweise auch Fiktionen) lassen sich in ähnlicher Weise hinterfragen. Mich stören in Ihrem Denken immer wiederkehrende Elemente des Trennens. Trennen zwischen Ihrer Generation und anderen Teilen der Bevölkerung. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf Ihren Artikel Generation Erblast (Zeit 37/2012). Würden Sie die Originalität, die Sie sich selbst bescheinigen, angewendet auf  Veränderungen der Gesellschaft, in ein Bild des Säens und Erntens einfließen lassen, würde das Phantasiepotential der Generation Y möglicherweise durch Potentiale anderer Teile der Bevölkerung ergänzt werden. Das wiederum würde die Lösungsmöglichkeiten hinsichtlich der demografischen Herausforderungen, denen Ihre Generation entgegen geht, nicht schmälern.
Abschließend frage ich mich nach dem Zeck dieses Artikels zu diesem Zeitpunkt. Bereits in der Ausgabe 11/2013 schrieben Sie gemeinsam mit Uwe Jean Heuser und Anne Kunze einen Artikel "Generation Y - Wollen die auch arbeiten?". Ihr jüngster Titel beschäftigt sich mit genau dem damaligen Thema, teilweise unter Verwendung gleicher Begrifflichkeiten. Wo sehen Sie darin etwas "Fantasievolles". Ich hoffe nicht, dass der Artikel als Plattform für die Ankündigung Ihres Buches "Glück schlägt Geld" (19,99 €) dienen soll. Dann hätten wir unterschiedliche Auffassungen von Ihrem Begriff der "spielerischen Kreativität". Eine beabsichtigte Verbindung käme dann eher einem "Geschmäckle" gleich.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Vollmer

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Auf Nachfrage bzgl. Beantwortung des offenen Briefes antwortet Frau Bund am 29.04.2014:

Lieber Herr Vollmer,

das würde ich gerne, aber leider fehlt mir die Zeit.

Freundliche Grüße
Kerstin Bund
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