Noeliberalismus



Leserbrief (ZEIT 51/18) auf den Artikel „Der Neoliberalismus  muss jetzt radikalisiert werden“

Zu einer Zeit,
in der sich immer mehr Menschen um Lösungen für eine nachhaltige Zukunft bemühen,
immer mehr Menschen erkennen, das technische Innovationen lediglich ein Baustein dieser Lösungen sein können, sich immer mehr Menschen aller Wissensgebiete die Frage nach einer Modifikation des kapitalistischen Wirtschaftssystems stellen, beide Kirchen mit dem Impulspapier (EKD) für nachhaltige Entwicklung und der Enzyklika Laudato Si ein Nachdenken über einen Wohlstand ohne die Dominanz materieller Werte unterstützen und in der jüngst ein Buch mit dem Titel „Die Große Transformation“ erschien, das mit dem Untertitel „Eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels“  die Richtung zukünftig möglicher bzw. erforderlicher Entwicklungen andeutet,

äußert sich der international tätige Architekten Patrik Schumacher (57) in einem ZEIT-Interview zum Thema Neoliberalismus. Er äußert sich in einer Weise, die wenig mit einer o.a. Kunst des gesellschaftlichen Wandels zu tun hat. Die folgenden Kernsätze seines Interviews stehen nicht in direktem Zusammenhang, doch sie vermitteln eine individuelle gesellschaftsbezogene Wertvorstellung, die eindrucksvoll durch seine Pose im Begleitfoto unterstützt wird. Zitate:

Adam Smith, David Ricardo - Würden sie unser Wirtschaftssystem als nachhaltig bewerten?


Leserbrief auf den Artikel "Anders leben?- Anders regieren! (ZEIT 49/2018)

Der Satz fiel auf einer Podiumsdiskussion im Rahmen einer der letzten Kirchentage. Es ging um die Frage, weshalb so wenig in Richtung Nachhaltigkeit passiert. Ich meine, es war der ehemalige Bundespräsident Köhler, der den Satz aussprach (sinngemäß):“Man muss anfangen, die Ursachen und Verantwortlichen beim Namen zu nennen“.
Der Aufsatz „Anders leben? Anders regieren!“ beschreibt eine Reihe jüngst feststellbarer Erscheinungen, die als Symptome eines bereits stattfindenden Klimawandels eingestuft werden. Während man in der alltäglichen Diskussion des Klimawandels vornehmlich die „globale Erwärmung“ ins Visier nimmt, tauchen hier steigende Chips- und Bierpreise und fallende Aktienkurse als Folge eines warmen Sommers auf, der mit hoher Wahrscheinlichkeit auf menschliches Produzieren und Konsumieren zurück zuführen ist. Es deutet sich hier das Überraschungspotential zu erwartender ökologischer Systemveränderungen an.