Luftschadstoffe und gesundheitliche Auswirkungen


Ausschnitt aus dem Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.:



"Wenn ein kausaler Zusammenhang zwischen Luftschadstoffen und gesundheitlichen Auswirkungen attestiert werden soll, sind hohe Anforderungen an die Belastbarkeit des jeweiligen Wissensstandes zu erfüllen (siehe z. B. US-EPA 2016 [68]). Verschiedene Institutionen fassen in regelmäßigen Abständen den Wissensstand zusammen und bewerten sowohl die Einzelstudien als auch die Gesamtevidenz
mittels strukturierter und standardisierter Vorgehensweisen (WHO, IARC, US-EPA, Europäische Kommission, COMEAP etc.). Dabei werden sowohl toxikologische als auch epidemiologische Befunde für die Gesamtbewertung herangezogen. Zentrale Kriterien der Bewertung sind [69, 70]:
• Konsistenz – Der/Die Effekt(e) wurde(n) in mehreren, voneinander unabhängig durchgeführten Studien nachgewiesen und ist/sind reproduzierbar
• Kohärenz – Der/Die Effekt(e) wurde(n) mit unterschiedlichen Methoden nachgewiesen.
• Biologische Plausibilität – Es gibt biologisch plausible Mechanismen, die die Verursachung von Erkrankungen durch Schadstoff(e) erklären können.
Ziel der Bewertung durch die unterschiedlichen Institutionen ist eine Beurteilung der Auswirkungen von Luftschadstoffen auf die menschliche Gesundheit anhand allgemein verbindlicher Bewertungskriterien. Aus der Evidenz für das Vorliegen eines Zusammenhangs und der Größe dieses Zusammenhangs (Expositions-Wirkungsfunktionen) werden in mehr oder weniger standardisierten Prozessen
gesetzliche Grenzwerte oder medizinische Beurteilungsmaßstäbe abgeleitet.
Gesetzliche Grenzwerte sind dabei ein Kompromiss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und stellen nicht unbedingt eine medizinisch wünschenswerte obere Belastungsgrenze dar. So können z. B. unterhalb der in der EU gültigen Grenzwerte erhebliche Gesundheitseffekte durch Luftschadstoffe nachgewiesen werden [71].
Medizinisch abgeleitete Werte sind z. B. die Richtwerte
der WHO, deren Einhaltung aus gesundheitlicher Sicht empfohlen wird. Ziel dieser Ableitung ist es, diejenigen Mengen oder Konzentrationen einer Belastung festzulegen, mit deren Aufnahme über einen definierten Zeitraum mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine relevante schädliche Wirkung mehr verbunden ist. Hierbei gilt es, bestimmte Bevölkerungsgruppen, z. B. Kinder, ältere Menschen, schwangere Frauen, besonders zu berücksichtigen. Ein zentrales Leitprinzip, das in diesem Kontext von hoher Bedeutung ist, ist das Vorsorgeprinzip".
Vo/24.01.2019 
Hier das vollständige Positionspapier

Der Zustand der Welt

Die ZEIT startet mit der Ausgabe 3/2019 eine fünfteilige Serie über den Zustand der Welt. Mein Leserbrief mit der Frage: Warum erst jetzt?:
Die Berichterstattung zum Thema Nachhaltige Entwicklung nimmt in den Medien Fahrt auf. So auch in der ZEIT, aktuell mit der Serie „Der Zustand der Welt“. Das ist zu begrüßen. Doch - weshalb erst jetzt? Wo doch der Ressourcenverbrauch in Deutschland seit den 1960er Jahren dessen Biokapazität übersteigt und es seit Jahrzehnten umfassende Hinweise auf ökologische Risiken und globale Ungerechtigkeiten gibt, deren kontinuierliche Realisierung gegenwärtig nicht mehr zu ignorieren ist. Die themenbezogene mediale Berichterstattung hat im Hinblick auf die Konsequenzen unseres Konsumverhaltens bisher nicht der Relevanz der Risiken entsprochen. Auch die ZEIT muss sich angesichts des „Zustandes der Welt“ nach ihrem Versagen als „vierte Gewalt“ fragen lassen.
Im den Ausführungen heißt es an einer Stelle: „...wir wissen genug, um ihn (den Planeten) zu schützen“ (F.Habekus). Hinweise auf eine Lösung findet man jedoch genauso wenig wie eine Analyse der Ursachen der Bedrohung der planetarischen Grenzen (hier bspw. der Artenvielfalt). Die Forderung (A.Boetius) nach Umstellung auf regenerative Energiesysteme folgt einer gewissen Logik. Die erhoffte Wirksamkeit ist nicht garantiert. Angesichts der jahrzehntelangen Verdrängung des Problems hilft nur eine radikale Selbstkritik: Die Ansprüche des Menschen widersprechen den Gesetzmäßigkeiten ökologischer Systeme.
Grundlage des Lebens auf dem Planeten war/ist die Anpassungsfähigkeit der Spezies an die jeweiligen ökologischen Verhältnisse. Der Mensch versucht dieses Prinzip zu durchbrechen – er passt sich nicht an, sondern er gestaltet den Planeten nach seinen Vorstellungen (Ansprüchen) um und zerstört, so sieht es aus, seine Lebensgrundlagen. Die Korrektur besteht in „Nachhaltigkeitsszenarien“ u.a. basierend auf der Hoffnung auf zukünftige technische Innovationen. Handelt es sich dabei um einen erforderlichen Anpassungsprozess an die über Abermillionen Jahre entwickelten Ökosysteme – oder lediglich um die Fortsetzung der in Frage stehenden Ansprüche des Menschen?

Inhaltslose Standardantwort von Herrn Grosse-Brömer (MdB)

Seit vielen Jahren kommuniziere ich über das Portal abgeordnetenwatch.de mit den Bürgerinnen und Bürgern. Meine bislang gemachten Erfahrungen haben gezeigt, dass die weitgehend anonyme Kommunikation über eine Plattform oft weder den Fragenden noch den Antwortenden zufrieden stellt.
Der direkte Dialog ist auf den vielen Veranstaltungen in meinem Wahlkreis Harburg-Land, per Brief oder auch per E-Mail möglich und sinnvoller als der Umweg über „abgeordnetenwatch.de“. Ich lade Sie herzlich dazu ein, diese Gelegenheiten auch zu einer persönlichen Kontaktaufnahme zu nutzen.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich auf meiner Internetseite, bei Twitter (@MGrosseBroemer), facebook, (MGrosseBroemer) und via Instagram (michaelgrossebroemer) über meine politische Arbeit zu informieren.
Die schnellstmögliche Beantwortung von schriftlichen Anfragen aus meinem Wahlkreis Harburg-Land ist für mich selbstverständlich. Schicke Sie mir Ihre Anfrage bitte unter Angabe Ihrer postalischen Adresse an mein Wahlkreisbüro oder per E-Mail an michael.grosse-broemer@wk.bundestag.de
Angesichts der vielfältigen direkten Kontaktmöglichkeiten bitte ich um Verständnis, dass ich auf Anfragen über abgeordnetenwatch.de mit diesem standardisierten Schreiben antworte.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Grosse-Brömer