Nationale / deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

In Stichpunkten:

  • 1987 definiert die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (Bundtland Kommission): 
„Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ und weiter
„Im wesentlichen ist dauerhafte Entwicklung ein Wandlungsprozess, in dem die Nutzung von Ressourcen, das Ziel von Investitionen, die Richtung technologischer Entwicklung und institutioneller Wandel miteinander harmonieren und das derzeitige und künftige Potential vergrößern, menschliche Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen.
  • 1992 fordert die Agenda 21 von den Ländern die Entwicklung nationaler Nachhaltigkeitsstrategien.
  • 2001 beruft die Deutsche Bundesregierung den Rat für nachhaltige Entwicklung.
  • 2002 legt Deutschland auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung ihre nationale Nachhaltigkeitsstrategie mit dem Titel "Perspektiven für Deutschland" vor.
  • Die Strategie benennt Eckpunkte: 
Generationsgerechtigkeit, Lebensqualität, Sozialer Zusammenhang sowie Internationale Verantwortung
  • und nennt Maßnahmen für die Handlungsfelder:
Energie und Klimaschutz, Verkehr, Landwirtschaft sowie globale Verantwortung.
  • Die Ergebnisse der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie werden anhand von Indikatoren überwacht. Zu diesem Zweck sind den Indikatoren quantifizierbare Zielen zugeordnet.
  • Die Erreichung der Ziele wird vom Statistischen Bundesamt zweijährlich in Fortschrittsberichten dokumentiert.
  • Im Fortschrittsbericht 2012 finden sich folgende Aussagen zu den Indikatoren und Zielen:

Einerseits machen sie schlaglichtartig gesellschaftli­chen bzw. politischen Veränderungsbedarf deutlich; damit ermöglichen sie eine informierte Diskussion aller Beteiligten über notwendige Reformen.

Andererseits sind sie auch Management- und Steue­rungsinstrumente. Sie sollen das staatliche Handeln beeinflussen. Um ihre Wirkungskraft für die Arbeit der Bundesregierung zu verstärken, werden sie insbesondere in die Gesetzesfolgenabschätzung einbezogen.
 Damit die Indikatoren als Managementinstrumente dienen können, müssen die mit ihnen verbundenen Ziele erreichbar sein; um Anstöße für weitere Fort­schritte zu geben, dürfen sie sich aber nicht auf den Business-as-usual-Pfad beschränken. Wo dies mög­lich ist, sollten zudem Tragfähigkeitsgrenzen oder notwendige Qualitätsniveaus angegeben werden, beispielsweise das international vereinbarte 2-Grad-Ziel im Klimaschutz
  • Der Indikatorenkatalog soll der aktuellen Erkenntnislage angepasst werden.
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  • Neben der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie haben Länder und Kommunen damit begonnen, regionale und lokale Nachhaltigkeitsstrategien zu entwickeln. Der Prozess ist nicht abgeschlossen.
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Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie wurde 2016 als Deutsche Nachhaltigkeitsstratgie fortgeschrieben